Der Doppelstabmattenzaun hat sich in den letzten Jahren zum unangefochtenen Standard in der modernen Gartengestaltung entwickelt. Was früher hauptsächlich Industriegelände sicherte, findet sich heute vor fast jedem Neubau. Dieser Erfolg ist kein Zufall, sondern das Ergebnis einer Konstruktion, die auf maximale Stabilität und Widerstandsfähigkeit ausgelegt ist. Wer in eine solche Zaunanlage investiert, möchte sicherstellen, dass die Einfriedung über Jahrzehnte hinweg ihre Form behält und auch widrigen Wetterbedingungen trotzt.
Übersicht
Die statische Überlegenheit durch das Doppelstab-Prinzip
Die außergewöhnliche Stabilität dieses Zauntyps resultiert aus seinem spezifischen Aufbau. Im Gegensatz zu einfachen Geflechtzäunen oder Einstabmatten besteht eine Doppelstabmatte aus zwei horizontalen Stahldrähten, die einen vertikalen Draht fest umschließen. Diese drei Drähte sind an jedem Kreuzungspunkt punktverschweißt. Man unterscheidet hierbei meist zwischen den Ausführungen 6/5/6 und 8/6/8. Diese Zahlen geben die Stärke der Drähte in Millimetern an. Während die leichtere Variante für den privaten Garten meist völlig ausreicht, bietet die schwere Ausführung eine enorme Verwindungssteifigkeit, die selbst massiver mechanischer Einwirkung standhält. Diese Bauweise verhindert effektiv, dass die Matte mit der Zeit durchhängt oder sich bei Belastung verbiegt.
Korrosionsschutz als Garant für Jahrzehnte
Stahl allein würde im Außenbereich innerhalb kürzester Zeit rosten. Die Langlebigkeit des Doppelstabmattenzauns wird daher durch aufwendige Veredelungsprozesse gesichert. Hochwertige Zäune sind im Tauchbad feuerverzinkt nach DIN EN ISO 1461. Bei diesem Verfahren verbindet sich das Zink metallurgisch mit dem Stahl, wodurch ein lückenloser Schutz entsteht, der sogar kleine Kratzer durch kathodischen Schutz versiegelt. Viele Gartenbesitzer entscheiden sich zusätzlich für eine Pulverbeschichtung in Farben wie Moosgrün oder Anthrazit. Diese Schicht dient nicht nur der Optik, sondern fungiert als zusätzliche Barriere gegen UV-Strahlung und Umwelteinflüsse, sodass ein solcher Zaun problemlos eine Lebensdauer von dreißig Jahren und mehr erreichen kann, ohne dass Nachbesserungen nötig sind.
Standfestigkeit durch professionelle Verankerung
Ein Zaun ist immer nur so stabil wie seine Pfosten und deren Verbindung zum Untergrund. Da Doppelstabmatten aufgrund ihrer Metallmasse ein beachtliches Eigengewicht aufweisen, spielt die fachgerechte Montage eine zentrale Rolle. Die Pfosten müssen tief im Erdreich einbetoniert werden, wobei ein frostfreies Fundament von etwa achtzig Zentimetern Tiefe als Goldstandard gilt. Nur so wird verhindert, dass sich der Zaun bei Bodenfrost hebt oder senkt. Die Verbindung zwischen Matte und Pfosten erfolgt über spezielle Montageklemmen oder durchgehende Flacheisenleisten. Letztere bieten den Vorteil, dass sie die Last der Matte gleichmäßig über die gesamte Höhe des Pfostens verteilen, was die Gesamtkonstruktion nochmals deutlich unempfindlicher gegen Druck und Stöße macht.
Widerstand gegen Wind und mechanische Belastung
Ein oft unterschätzter Faktor für die Langlebigkeit ist die Windlast, besonders wenn Sichtschutzstreifen in die Maschen eingeflochten werden. Ohne diese Streifen ist der Zaun winddurchlässig und bietet kaum Angriffsfläche. Sobald er jedoch blickdicht gestaltet wird, wirkt er wie ein Segel. Die Stabilität der Doppelstabmatten zeigt sich hier darin, dass die Schweißpunkte auch unter dem enormen Druck starker Böen nicht reißen. Während Holzzäune mit der Zeit morsch werden oder sich verziehen können, bleibt die Metallstruktur formstabil. Diese Wartungsfreiheit macht den Doppelstabmattenzaun zu einer der wirtschaftlichsten Lösungen, da außer einer gelegentlichen Reinigung mit Wasser keine Pflegearbeiten anfallen.

